Beikost – ist es wirklich so kompliziert?

 

Kaum ein anderes Thema wird unter Müttern so häufig und ausführlich diskutiert, wie die Fähigkeit ihres Babys, andere Nahrung als die Muttermilch oder das Fläschchen zu sich zu nehmen. Es scheint eine ganze Wissenschaft dahinter zu stecken, mit zahllosen Do’s und Don’ts, Tipps und Tricks und mit jeder Menge Ratschlägen aus allen Ecken. Da gibt es Tabellen, wann ein Baby welche Sorte Gemüse, Obst oder Getreide und jedes beliebige andere Lebensmittel zu sich nehmen kann und sollte. Ja, es gibt regelrechte »Brei-Fahrpläne«, die Müttern helfen sollen, für jede Altersspanne ihres Babys die richtige Menge, Konsistenz und Geschmacksrichtung der sogenannten »Beikost« zu finden. Ganz egal, ob nun aus dem Supermarktregal geholt oder zu Hause, in der heimischen Küche, selbst hergestellt.

                                                   

Baby Led Weaning (BWL) was ist das?

BWL bezeichnet man den unkomplizierten, spielerischen Weg, das Baby an feste Nahrung heranzuführen.

 

…aber mein Baby hat noch keine Zähne?! Babys haben ziemlich viel Kraft im Kiefer, und unter der Kauleiste warten schon die ersten Zähne. Wer einmal von seinem zahnlosen Stillbaby gebissen wurde, weiß, wie viel Kraft dahinter steckt. Es ist natürlich wichtig, dass gewisse harte Nahrungsmittel, wie etwa Karotten, Kohlrabi und Äpfel, gedünstet oder gekocht werden. Das Essen sollte am Gaumen zerdrückt werden können, mehr braucht es nicht. Selbst Nudeln können die Kleinen mit acht bis neun Monaten meist sehr gut zerkauen.

                                                   
 Quelle: Auszug aus dem Buch „BabyBasics“ von Frauke Ludwig & Diana Schwarz, Seite 188/202